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17 Prozent der Jugendlichen Opfer von Mobbing im Internet

Jugend-Staatssekretärin Plakolm möchte "Aufklären, Hinschauen und Helfen".


17 Prozent aller Jugendlichen in Österreich sind bereits Opfer von Mobbing im Internet, Cybermobbing genannt, geworden. Knapp die Hälfte gibt zudem an, dass sich die Situation während der Pandemie verschlimmert hat. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer aktuellen Studie der EU-Initiative Saferinternet.at, die am Montag präsentiert wurde.


Cybermobbing bedeutet, dass es wiederholt zu bewussten aggressiven Handlungen in digitalen Medien gegen eine konkrete Person kommt, bei dem es zu einem Machtungleichgewicht kommt.



42 Prozent der Befragten geben an, Cybermobbing bei anderen mitbekommen zu haben, zehn Prozent geben zu, selbst mitgemacht zu haben. Als Gründe nennen sie die verschwommene Grenze zwischen Spaß und Ernst, Machtausübung, Zeigen von Gruppenzugehörigkeit, rassistische Motive, usw.


Die meisten Fälle von Cybermobbing passieren über die Social-Media-Plattformen Instagram (56 Prozent), Tiktok und Facebook. Whatsapp wird von 30 Prozent genannt.


Der "Ort des Geschehens" ist das schulische Umfeld, erklären die Studienautoren. Der online Unterricht trägt seinen Teil dazu bei. 30 Prozent geben an, dass ihnen die Teilnahme am online Unterricht absichtlich schwer gemacht wurde.


Es sei bekannt, dass die Pandemie sich auf die psychische Gesundheit ausgewirkt hat, sagte Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm. 16 Prozent der Jugendlichen hätten wiederholt Suizidgedanken, "Mobbing trägt aus meiner Sicht dazu bei." Aufklären, Hinschauen und Helfen - das seien die Stichworte, wie dagegen vorzugehen sei.


Die Jugendlichen selbst geben an, Hilfe bei Freunden und Eltern zu suchen, helfe den Betroffenen. Die Täter bitten, aufzuhören oder abzuwarten, helfe nicht.


Ob es als hilfreich gilt, sich an Lehrende zu wenden, ist je nach Altersgruppe unterschiedlich. Die elf bis 14 -Jährigen halten es für weniger hilfreich, als die älteren.


60 Prozent geben an, schon einmal Informationen zum Umgang mit Cyber-Mobbing erhalten zu haben. Die Schule sei also gleichzeitig auch "Ort der Lösung".


Eltern seien besonders gefordert und müssen sich bewusst sein, dass ihr Kind mit Cyber-Mobbing konfrontiert sein kann.


Quelle: kurier.at




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